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Es werden Posts vom Juni, 2017 angezeigt.

Geheimnisse der Kolibris studiert

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Forscher zerlegen die Flugkünste der Kolibris mit Hochgeschwindigkeitskameras in 500 Einzelbilder. Dabei stoßen sie auf erstaunliche Eigenarten der Winzlinge. 



Im neuen National Geographic Heft (Juli 2017) erhält man einen Überblick über den Stand der Kolibri-Forschung. Der kleinste der Winzlinge ist gerade mal 2 Gramm schwer. Bis zu tausendmal kann so ein winziges Herz pochen.

Sie schlagen mit ihren Flügeln nicht wie die anderen Vögel. Sondern sie drehen die Flügel um mehr als 90 Grad, um sie dann in die Gegenrichtung zu bewegen.

Doch das ist nicht alles. Die kleinsten der Vogelwelt werben um ein Weibchen mit Sturzflügen. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten bis zu fast 100 Stundenkilometer. Und noch mehr: Ihre Schwanzfedern erzeugen im Sturzflug eine Art Zwitschergeräusch.

Mehr zu dem einzigartigen Balztanz auf meiner Webseite.

Gesündeste Arterien der Welt

Die Tsimane in Bolivien haben die gesündesten Arterien der Welt. 85 % der Ureinwohner haben keinerlei Risiko für Herzkrankheiten. Bei US-Amerikanern dagegen sind es gerade mal 14 %.
US-Forscher untersuchten den Zustand der Blutgefäße der Tsimane. Das Ergebnis unterstreicht noch mal, was wir ja eh wissen. Auf unser Alltagsleben kommt an, wie sehr wir gegen Herzkrankzeiten geschützt sind. Die Tsimane ruhen sich höchstens 10 % ihrer Tageszeit aus. Ansonsten sind sie in Bewegung. Sie jagen, fischen oder arbeiten auf dem Acker und in ihren Gärten. Dagegen verbringen wir im Schnitt mittlerweile die Hälfte des Tages im Standby Modus. Wir sitzen vor dem Monitor, vor dem Fernseher, beim Essen, bei Meetings, in der Uni, in der Schule....wir sitzen einen Großteil unserer Zeit.

Und dann noch die Ernährung. Die Tsiname leben in einem noch weitgehend natürlichen Waldgebiet im Tiefland von Bolivien. Sie essen wenig Fleisch und Fisch. Sie ernähren sich vorwiegend vegetarisch. Reis, Maniok, Mais, Nüsse …

Brasiliens Rolle rückwärts

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Umweltschützer in aller Welt greifen die brasilianische Regierung an. Diese plant Schutzgebiete im Amazonas Regenwald zu verkleinern.  Der WWF hat errechnet, dass Schutzgebiete um 600.000 Hektar verloren gehen könnten. Das entspricht mehr als der doppelten Fläche des Saarlands. Betroffen seien auch Teile des ARPA-Schutzgebiets. Dies hat Deutschland zu einem Großteil mitfinanziert. Der WWF appelliert daher an die Bundeskanzlerin, sich für den Stopp der Pläne beim brasilianischen Präsidenten Temer einzusetzen.  Foto: Roberto Maldonado / WWF Quelle:  WWF: "Showdown am Amazonas"

Antibiotika im Fell der Faultiere?

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Wir sind in eine missliche Lage geraten. Immer mehr Antibiotika wirken nicht mehr so wie früher. Die Krankheitserreger haben Resistenzen gebildet. Manche Krankheiten, die noch vor einigen Jahren mit Antibiotika geheilt wurden, sind jetzt wieder unheilbar.
Antibiotika aber stammen im Ursprung alle aus der Natur. Forscher sind nun in entlegensten Regionen der Erde auf der Suche nach natürlichen Antibiotika.

Im Fell der Faultiere leben Myriaden von Kleintieren. Schmetterlinge legen in das Fell ihre Eier. Doch auch Bakterien leben dort. Also nicht ausgeschlossen, dass sich im Fell der Tiere Antibiotika befinden.

Forscher sind dem jetzt auf der Spur. Denn etwa die Hälfte aller Medikamente haben ihren Ursprung in Pflanzen, Pilzen oder Bakterien, also in der Natur. Die Forscher vermuten nun in der Vielfalt des Lebens in den Regenwäldern viele unentdeckte Heilmittel.


Faultiere sind die neuen Hoffnungsträger der Antibiotika Forscher. Im filzigen Fell der Tiere könnten neue Antibiotika stecken. Dam…